Kulturmanagement
Titel auf Englisch: Cultural Management
Lernergebnisse
Das Modul vermittelt Basiswissen zu zentralen Begriffen der Kulturpolitik und des Kulturbetriebs. Die Studierenden erwerben ein Verständnis von Kulturmanagement, das sich aus vier Komponenten zusammensetzt: (i) analytische Herangehensweisen; (ii) Wissenspraktiken; (iii) Techniken der Projektplanung und -organisation; (iv) Expertise in zumindest einer Kunsform oder intellektuellen Debatte. Auf dieser Basis können sie kulturpolitische Entwicklungen sowie die Kontextbedingungen und Arbeitsweisen von Kulturinstitutionen analysieren und verstehen. Die Herausforderungen und Vorgehensweisen in der Planung und Organisation von Projekten im Kulturbereich sind ihnen vertraut.
Inhalte
Dieses Modul führt in zentrale Aufgaben, Herausforderungen und Werkzeuge des Kulturmanagements ein. Es richtet sich an Studierende, die kulturelle Institutionen verstehen, mitgestalten und weiterentwickeln möchten: etwa im Kontext von Museen, Festivals, Denkmalpflege oder internationalem Kulturaustausch. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Kulturinstitutionen und -projekte unter sich wandelnden politischen, gesellschaftlichen und technologischen Bedingungen organisiert, finanziert und inhaltlich profiliert werden können. Vier Schwerpunkte strukturieren das Modul: 1. Analytische Perspektiven: Die Vermittlung von kritischem Denken und analytischen Zugängen bildet die Grundlage, um die Auswirkungen gegenwärtiger Krisen und Umbrüche - etwa Kriege, autoritäre Entwicklungen, digitale Transformationen oder regionalen Strukturwandel - auf kulturelle Institutionen, ihre Arbeitsweisen und Kooperationen zu verstehen. 2. Wissenspraktiken: Praktiken wie Beobachten, Sammeln, Ordnen und Verknüpfen werden als produktive Werkzeuge sowohl für die Analyse institutioneller Kontexte als auch für die konzeptionelle und kuratorische Arbeit im Rahmen von Kulturprojekten betrachtet. 3. Managementtechniken: Instrumente der Projektentwicklung, Finanzplanung, Fördermittelakquise sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit werden anhand konkreter Beispiele aus der Kulturpraxis als unverzichtbares Handwerkszeug professioneller Kulturarbeit eingeführt und kritisch reflektiert. 4. Fachliche Expertise: Die profunde Auseinandersetzung mit einer künstlerischen Disziplin (etwa Film, Literatur, Bildende Kunst) oder einer kulturpolitisch relevanten Debatte (etwa zu Kulturerbe, Migration, postkoloniale Theorie) wird als zentrale Vorausstezung sowohl für die persönliche Profilbildung im Kulturmanagment als auch für die Positionierung kultureller Institutionen herausgestellt. Im Zentrum des Moduls steht jährlich die Analyse einer ausgewählten Kulturinstitution oder einer lokalen Kulturlandschaft, sei es ein Theater, ein Festival oder die Kulturplanung einer Stadt. Untersucht werden dabei der kulturpolitische Rahmen, Aufbau und Struktur, konzeptionelle Ausrichtung, Finanzierungslogiken, Kooperationsnetzwerke und aktuelle Herausforderungen. Das Modul verbindet theoretische Reflexion mit praxisnaher Anwendung und bereitet so auf vielfältige berufliche Wege im Kulturbereich vor.
Voraussetzungen
Verpflichtende Voraussetzungen
Keine
Empfohlene Voraussetzungen
Keine
Prüfungsmodalitäten
Die Prüfungsleistung setzt sich aus drei Teilen zusammen: 1) Drei Reflexionspapieren (jedes mit bis zu 7.000 Zeichen) zu Pflichttexten des Seminars (25%); 2) 1 Referat (enweder individuell ca. 15 min. oder als Teil einer Referatsgruppe bis max. 45 min.) (25%); 3) 1 Hausarbeit (max. 25.000 Zeichen) in deren Zentrum die Analyse und empirsche Untersuchung einer kulturpolitischen Debatte, einer Kulturinstitution, -kooperation oder -projektes steht (50%).
Angeboten in
- Bau- und KunstgeschichteBachelor
Wahlpflichtkomplex: Kein Komplex genannt
| Studiengang | Abschluss | Wahlpflichtkomplex |
|---|---|---|
| Bau- und Kunstgeschichte | Bachelor | Kein Komplex genannt |
Literatur und Materialien
Constance DeVereaux (ed., 2023): Managing the Arts and Culture. Cultivating a Practice. Routledge. Patrick S. Föhl, Gernot Wolfram & Robert Peper (2016): Cultural Managers as ‘Masters of Interspaces’ in Transformation Processes – a Network Theory Perspective. In: Zeitschrift für Kulturmanagement 1/2016, pp. 17-49. Armin Klein (2017): Kompendium für Kulturmanagement. Handbuch für Studium und Praxis. Vahlen.
Hinweise
Für den Fall, dass das Modul nicht gemäß der vorliegenden Beschreibung unterrichtet oder geprüft werden kann (z.B. aus Gründen des Infektionsschutzes), gelten die auf den entsprechenden Plattformen (z.B. Moodle-Kurs) bekanntgegebenen Alternativen
Bewertungen von Studierenden
Was Studierende über dieses Modul sagen. Die BTU hat damit nichts zu tun — hier schreiben nur Studierende, und jede Bewertung ist die Meinung einer einzelnen Person.